Reprofilierungen und Retusche von Sichtbeton
Ankerlöcher, Kiesnester, Ausbrüche, Schalhautabdrücke, Versätze: Was beim Guss verloren ging, wird nachmodelliert, bis es vom Bestand nicht zu unterscheiden ist. Und wo der Ton nicht stimmt, retuschieren wir mineralisch, Nuance für Nuance.
Ankerlöcher und Spannstellen
Ankerlöcher gehören zum Sichtbeton, aber nicht jedes sitzt, wo es soll, und nicht jedes ist sauber ausgeformt. Wir verschließen oder reprofilieren die Stellen bündig zur Fläche und gleichen den Ton an, bis die Ordnung des Ankerbildes wieder stimmt.
Ausbrüche und Kanten
Beim Ausschalen oder auf der Baustelle brechen Kanten aus, das Kiesbett liegt offen. Wir bauen die Kante mit mineralischem Reparaturmörtel neu auf, ziehen sie scharf nach und retuschieren die Fläche, bis der Eingriff nicht mehr zu finden ist.
Kiesnester
Wo der Beton beim Verdichten nicht bis in die Ecke gefunden hat, bleibt ein Kiesnest. Wir räumen die Fehlstelle aus, ergänzen das Gefüge und modellieren die Oberflächenstruktur nach: Porung und Textur der Umgebung geben dabei die Richtung vor.
Schalhautstöße und Fugenbild
Versprungene Schalhautstöße und unsaubere Fugen stören die Ordnung der Fläche mehr als jede einzelne Fehlstelle. Wir arbeiten die Stöße zurück oder modellieren sie neu, bis Fugenbild und Schalungsraster wieder durchlaufen.
Flächenversatz und Unebenheiten
Wo Schalelemente gegeneinander versprungen sind, wirft die Fläche Schatten. Wir schleifen den Versatz kontrolliert zurück, spachteln mineralisch nach und stellen die Ebenheit her, ohne die Betonhaut großflächig zu öffnen.
Retusche: Wolken, Verfärbungen, Farbtonabweichungen
Die Retusche ist unser Kernhandwerk. Wo der Ton nicht stimmt, arbeiten wir mit mineralischen Systemen, die sich mit dem Untergrund verbinden statt ihn zu beschichten: lasierend aufgebaut, Nuance für Nuance, bis die Fläche als ein Guss liest. Das funktioniert am einzelnen Fertigteil genauso wie auf der ganzen Fassade.