Das Gebäude M der Universität Konstanz ist ein Stahlbetonbau aus den 1970er-Jahren und ein prägendes Beispiel der Hochschularchitektur dieser Zeit. Die Fassade ist durch vorgefertigte Betonbauteile, auskragende Balkone, Fluchttreppen sowie eine markante Schalungsstruktur gekennzeichnet und steht unter Denkmalschutz.
Ziel des Projekts war eine umfassende Betonrestaurierung unter Erhalt der ursprünglichen Materialität und gestalterischen Wirkung – bei gleichzeitiger Anpassung an heutige technische und regelwerkskonforme Anforderungen.
Leistungsumfang
- Schadstellenkennzeichnung / Aufmaß
- Betonabtrag bis hinter korrodierte Bewehrung
- Entrosten und Korrosionsschutz der Bewehrung
- Reprofilierung mit PCC-Mörteln
- Kratz- und Ausgleichsspachtelungen
- Oberflächenschutzsysteme OS4, OS8 und OS11a
- Vollflächige Holzmaserung der Fassade
- Vollflächige Waschbetonimitation der Brüstungen
- Gesamtkoordination aller beteiligten Gewerke
Die Reproduktion der Holzmaserung auf knapp 1000 qm
Die charakteristische Holzmaserung der Sichtbetonflächen prägt die Wahrnehmung des Gebäudes wesentlich. Ziel war es, diese Struktur nicht nur punktuell, sondern auf über 1.000 m² Fassadenfläche vollflächig und gleichmäßig wiederherzustellen.
Hierfür wurde eine eigene Technik entwickelt, die eine kontrollierte, reproduzierbare Ausführung ermöglicht und gleichzeitig den handwerklichen Charakter der Oberfläche bewahrt. Die Lösung erfüllt die Anforderungen der Oberflächenschutzklasse OS 4 und ist dauerhaft sowie prozesssicher umsetzbar.
Waschbeton Imitation, OS4 konform
Im Verlauf der Arbeiten zeigte sich, dass eine konventionelle, monochrome OS 4-Beschichtung die besondere Waschbetonoptik der Balkonbrüstungen vollständig neutralisiert hätte. Der ursprüngliche Materialcharakter wäre dadurch verloren gegangen.
In Abstimmung mit Bauherrschaft und Denkmalschutz wurde daher eine OS 4-konforme Waschbetonimitation entwickelt, die den visuellen Eindruck der Bestandsoberfläche erhält und zugleich den erforderlichen Schutz bietet. So konnte die gestalterische Differenzierung der Fassadenelemente bewahrt werden.
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